Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
mit Kundeninformationen
Stand: 16.07.2026
Inhaltsübersicht
- 1. Geltungsbereich der AGB
- 2. Allgemeine Hinweise zu Angeboten und Bestellungen
- 3. Bestellvorgang und Vertragsschluss
- 4. Bestellvorgang und Vertragsschluss über externe Vertriebsplattformen
- 5. Vertragstext und Vertragssprache
- 6. Digitale Inhalte
- 7. Dienstleistungsbezogene Rechte und Pflichten der Vertragsparteien
- 8. Coaching-Dienstleistungen
- 9. Seminar-Dienstleistungen
- 10. Stornierungsbedingungen für Dienstleistungen inklusive Coachings
- 11. Stornierungsbedingungen für Seminare
- 12. Widerrufsbelehrung
- 13. Datenschutz und Vertraulichkeit
- 14. Haftung
- 15. Rechtswahl
- 16. Salvatorische Klausel
1. Geltungsbereich der AGB
a) Für die Geschäftsbeziehung zwischen Ralf Heske, Erich-Weinert-Str. 14, 07749 Jena, Deutschland (nachfolgend bezeichnet als „Anbieter“) und dem nachfolgend als „Kunde“ bezeichnetem Erwerber der Produkte des Anbieters gelten ausschließlich die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend bezeichnet als „AGB“).
b) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, auch nicht wenn der Anbieter seine Leistung widerspruchslos erbringt, es sei denn, der Anbieter stimmt der Geltung der abweichenden Bedingungen des Kunden ausdrücklich zu.
c) Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beide Geschlechter. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen verzichtet.
d) „Verbraucher“ im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, der überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
e) „Unternehmer“ im Sinne der AGB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
f) „Produkt“ im Sinne der AGB ist jede vom Anbieter angebotene Ware, Dienstleistung und sonstige Leistung, etwaiges Zubehör sowie Begleitdokumentationen, die entsprechend der gegenüber dem Kunden vom Anbieter bereitgestellten Produktbeschreibung oder sonstiger Abrede Gegenstand des Vertrages zwischen dem Anbieter und dem Kunden sind.
g) Unabhängig von den in den AGB verwendeten Begrifflichkeiten, wie beispielsweise „Anbieter“, bestimmt sich die rechtliche Einordnung des Vertrages sowie die anwendbaren gesetzlichen Regelungen stets nach den gesetzlichen Vorgaben der jeweiligen Vertragsarten. Diese AGB schränken die gesetzlichen Definitionen und Regelungen in keiner Weise ein.
2. Allgemeine Hinweise zu Angeboten und Bestellungen
a) Die Präsentation und Bewerbung von Produkten auf den Webseiten des Anbieters sowie in digitalen oder gedruckten Informationsmaterialien stellt kein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, seinerseits ein Angebot zum Kauf der dargestellten Produkte abzugeben.
b) Die Kunden sind verantwortlich, dass die von ihnen bereitgestellten Angaben zutreffend sind und etwaige Änderungen dem Anbieter mitgeteilt werden, wenn sie zu dessen Vertragserfüllung erforderlich sind. Insbesondere haben die Kunden sicher zu stellen, dass die angegebenen E-Mail-, Liefer- und Zustelladressen zutreffend sind und etwaige Empfangsverhinderungen, die Kunden zu vertreten haben, entsprechend berücksichtigt werden (z. B. durch Kontrolle des Spamordners der verwendeten E-Mail-Software).
c) Die Kunden werden gebeten, die Hinweise im Rahmen des Anmeldeprozesses sorgfältig zu lesen und zu beachten sowie bei Bedarf die vorhandenen Unterstützungsfunktionen ihrer Soft- und Hardware zu verwenden (z. B. Vergrößerungs- oder Vorlesefunktionen). Erforderliche Angaben werden vom Anbieter als solche für den Kunden angemessen erkennbar gekennzeichnet. Bis zum Absenden des Anmeldeformulars können die Kunden ihre Eingaben jederzeit ändern und einsehen sowie den Anmeldevorgang zurücksetzen oder abbrechen.
3. Bestellvorgang und Vertragsschluss
a) Der Kunde meldet sich für Seminare über das vom Anbieter bereitgestellte Anmeldeformular an. Coaching-Leistungen und andere Dienstleistungen können auch formlos, z. B. per E-Mail, angefragt und gebucht werden. Erfolgt die Anfrage telefonisch, bestätigt der Anbieter die Bedingungen im Nachgang per E-Mail.
b) Indem der Kunde das Anmeldeformular absendet oder seine Buchungsanfrage per E-Mail übermittelt bzw. die vom Anbieter per E-Mail übersandten Bedingungen akzeptiert, gibt er ein verbindliches Angebot zum Erwerb der ausgewählten Leistung gegenüber dem Anbieter ab.
c) Der Anbieter nimmt das Angebot des Kunden, je nachdem welches Ereignis zuerst eintritt, (i) durch eine ausdrückliche Annahmeerklärung in Textform (z. B. per E-Mail), (ii) durch eine an den Kunden gerichtete Zahlungsaufforderung, (iii) im Fall einer Dienstleistung durch deren Beginn und im Übrigen durch die vertragsgemäße Zurverfügungstellung des Produkts, an. Der Anbieter kann das Angebot des Kunden innerhalb der Annahmefrist annehmen. Die Annahmefrist beträgt fünf Tage. Die Annahmefrist beginnt mit dem Abschluss des Bestellvorgangs durch den Kunden und endet mit Ablauf ihres letzten Tages. Nimmt der Anbieter das Angebot des Kunden innerhalb der Annahmefrist nicht an, kommt kein Vertrag zustande und der Kunde ist nicht mehr an sein Angebot gebunden.
4. Bestellvorgang und Vertragsschluss über externe Vertriebsplattformen
Der Erwerb über die Plattform Digistore24 (https://digistore24.com) wird über die Digistore24 GmbH als digitalen Vertriebsdienst abgewickelt. Digistore24 ist auf den Vertrieb digitaler Produkte, insbesondere Online-Kurse, im deutschsprachigen Raum spezialisiert und tritt im Bestellvorgang im eigenen Namen und auf eigene Rechnung als Verkäufer gegenüber dem Kunden auf. Der Kaufvertrag kommt zwischen dem Kunden und Digistore24 zustande, nicht zwischen dem Kunden und dem Anbieter. Der Anbieter stellt das Produkt bzw. die Leistung bereit und ist gegenüber dem Kunden zur Erbringung dieser Leistung verpflichtet. Die kaufvertraglichen Pflichten, insbesondere Zahlungsabwicklung, Rechnungsstellung, Abführung anfallender Steuern sowie die Bearbeitung von Widerruf und Rückerstattungen, obliegen Digistore24. Der Bestellvorgang erfolgt über die Bezahlseite (Checkout) der Plattform. Indem der Kunde dort die den Bestellvorgang abschließende Schaltfläche betätigt, gibt er ein verbindliches Angebot zum Erwerb der ausgewählten Produkte gegenüber Digistore24 ab. Der Vertrag kommt durch die Bestätigung der Bestellung durch Digistore24 zustande, regelmäßig in Form einer Bestell- bzw. Zahlungsbestätigung per E-Mail. Soweit über die Plattform Abonnements abgeschlossen werden, erfolgen Verwaltung, Kündigung sowie Änderungen über die von Digistore24 bereitgestellten Funktionen, etwa über einen dem Kunden zur Verfügung gestellten Kundenbereich. Es gelten ergänzend die Vertrags- und Nutzungsbedingungen von Digistore24.
5. Vertragstext und Vertragssprache
a) Der Anbieter bestätigt dem Kunden die wesentlichen Vertragsinhalte (insbesondere die gebuchte Leistung sowie den vereinbarten Preis) in Textform, per E-Mail oder spätestens mit der Erbringung der bestellten Leistung. Diese AGB werden dem Kunden im Rahmen des Anmelde- bzw. Buchungsprozesses zugänglich gemacht.
b) Die Vertragssprache ist Deutsch, Verträge können in dieser Sprache geschlossen werden.
6. Digitale Inhalte
a) „Digitale Inhalte“ sind Inhalte, wie z. B. Video- sowie Audioinhalte, eBooks oder Apps, wenn sie digital, z. B. als Download oder Stream, bereitgestellt werden (d. h. nicht auf Datenträgern, wie z. B. CDs oder BlueRays, geliefert werden).
b) Die Regelungen dieser AGB sind auf den Verkauf digitaler Inhalte entsprechend anwendbar.
c) Die digitalen Inhalte werden dem Kunden je nach Angebot (i) in Form einer Möglichkeit sie herunterladen zu können, bereitgestellt, (ii) in Form eines kontinuierlichen Datenstroms, bezeichnet als „Streaming“, bereitgestellt, (iii) mittels einer E-Mail an die angegebene E-Mailadresse zugesendet, (iv) im Kundenkonto bereitgestellt, sofern ein Kundenkonto angelegt wurde.
d) Der Anbieter stellt digitale Inhalte im Rahmen von Onlinekursen für einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten zum Abruf bereit – beginnend mit der Bereitstellung des jeweiligen Inhalts bzw., sofern der Kurs zu einem festen Termin startet, mit diesem Kursstart. Eine darüber hinausgehende Abrufbarkeit wird nicht geschuldet, kann jedoch tatsächlich gewährt werden; der tatsächliche Zeitpunkt einer etwaigen Abschaltung liegt im Ermessen des Anbieters. Weicht die Angebotsbeschreibung eines konkreten Produkts hiervon ab, geht die dortige Angabe vor.
e) Der Anbieter ist berechtigt, digitale Inhalte nachträglich anzupassen und zu verändern, sofern dies für den Anbieter geboten ist (z. B. Aktualisierungen technischer Natur, Korrekturen sprachlicher Natur oder zwingende gesetzliche Gründe, die eine Anpassung von Inhalten erforderlich machen) oder der inhaltlichen Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung der Kursinhalte dient, dem Kunden zumutbar ist und die vertragsgemäße Nutzung der Produkte sowie das vertragliche Gleichgewicht nicht beeinträchtigt werden.
f) Für die Nutzung der digitalen Inhalte wird ein Zugang zum Internet sowie gängige und übliche sowie dem Kunden zumutbare Darstellungsmöglichkeiten (z. B. ein Browser oder eine PDF-Darstellungssoftware) vorausgesetzt. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für etwaige Verhinderung des Zugangs zu digitalen Inhalten oder deren Abruf, falls diese Hindernisse im Verantwortungsbereich des Kunden liegen (das gilt insbesondere für den Zugang des Kunden zum Internet).
7. Dienstleistungsbezogene Rechte und Pflichten der Vertragsparteien
a) „Dienstleistungen“ im Sinne dieser AGB sind vom Anbieter geschuldete Tätigkeiten, die auf einer vereinbarten Handlung oder Mitwirkung des Anbieters beruhen.
b) Die Regelungen dieser AGB gelten entsprechend für Verträge über Dienstleistungen, sofern in diesem Abschnitt nichts Abweichendes bestimmt ist.
c) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Angebot oder der individuellen Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde. Maßgeblich ist dabei ausschließlich der dort definierte Tätigkeits- bzw. Unterstützungsumfang. Der Anbieter schuldet kein bestimmtes Erfolgsergebnis, sondern die sorgfältige, fachgerechte und nach bestem Wissen erbrachte Ausführung der vereinbarten Tätigkeit. Es handelt sich um einen Dienstvertrag im Sinne des Gesetzes. Empfehlungen, Einschätzungen oder Handlungsvorschläge des Anbieters stellen ausdrücklich keine Garantie oder Zusicherung eines Erfolgs dar.
d) Ist die Auftragsbeschreibung unzureichend oder ist deren Umfang in bestimmten Fällen zweifelhaft, umfassen die zu erbringenden Leistungen diejenigen branchenüblichen und nach den Umständen erforderlichen Aufgaben, die notwendig sind, um den vereinbarten Vertragszweck in angemessenem Umfang zu erreichen.
e) Soweit der Anbieter seine Leistungen auf Grundlage von Informationen, Unterlagen, Zugängen, Systemen oder sonstigen Materialien erbringt, die vom Kunden bereitzustellen sind, hat der Kunde diese in dem zur Vertragserfüllung erforderlichen Umfang, sachgerecht und innerhalb eines angemessenen Zeitraums zur Verfügung zu stellen. Der Kunde ist für die Richtigkeit, Aktualität, Nutzungsberechtigung und -zulässigkeit dieser Inhalte verantwortlich. Die Leistungen des Anbieters erfordern regelmäßig eine angemessene Mitwirkung und Abstimmung seitens des Kunden. Bleibt eine solche Mitwirkung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, aus oder erfolgt sie verspätet, können sich vereinbarte Fristen und Termine in angemessenem Umfang verlängern. Der Kunde trägt die Folgen von Verstößen gegen die vorgenannten Pflichten und Obliegenheiten.
f) Sofern Termine nicht im Rahmen eines Bestell- oder Angebotsverfahrens oder über andere vom Anbieter angebotene Terminvereinbarungsmöglichkeiten oder in Schrift- oder Textform (z. B. per E-Mail) ausdrücklich als verbindlich bestätigt wurden, gelten sie als unverbindliche Orientierungswerte. Der Anbieter ist berechtigt, die vereinbarten Leistungen innerhalb eines angemessenen und für den Kunden zumutbaren Zeitrahmens zu erbringen.
g) Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Leistungsbeschreibung und ist, sofern nicht anders vereinbart, im Voraus vor Leistungserbringung zahlbar. Es gelten die Zahlungsbedingungen dieser AGB.
h) Werden Dienstleistungen online, per Videocall, Telefon oder E-Mail oder anderen Fernkommunikationsmitteln erbracht, obliegt dem Kunden die Bereitstellung einer stabilen und geeigneten Internet- bzw. Kommunikationsverbindung, soweit ihm dies nach den Umständen zumutbar ist. Störungen oder Ausfälle, die im Verantwortungsbereich des Kunden liegen, können zu Verzögerungen oder Unterbrechungen der Leistungserbringung führen. In solchen Fällen ist der Anbieter nicht verpflichtet, die Leistungen ohne angemessene Anpassung des Zeitplans oder Mehraufwands erneut zu erbringen.
i) Hat der Kunde einen Mangel an einer erbrachten Dienstleistung festgestellt und macht er Mängelrechte geltend, sollte er diesen dem Anbieter innerhalb eines angemessenen Zeitraums mitteilen. Der Anbieter ist berechtigt, den Mangel innerhalb einer angemessenen Frist nachzubessern oder die Leistung erneut in mangelfreier Weise zu erbringen. Für die Prüfung und Beseitigung eines Mangels hat der Kunde dem Anbieter die hierfür erforderliche Mitwirkung zu ermöglichen, soweit ihm dies nach den Umständen zumutbar ist. Soweit der Kunde ein Handelsunternehmen ist, gelten zusätzlich die gesetzlichen Untersuchungs- und Rügepflichten.
j) Der Anbieter ist bei Auftreten höherer Gewalt oder sonstiger unvorhersehbarer und vom Anbieter nicht zu vertretender Ereignisse, die die Leistungserbringung erheblich erschweren oder unmöglich machen, berechtigt, vereinbarte Termine zu verschieben oder die Leistungen zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Zu solchen Ereignissen zählen insbesondere Krankheit, Unfall, gesetzliche Einschränkungen, behördliche Anordnungen, Ausfälle von Strom, Servern oder sonstiger Infrastruktur, Naturereignisse, dringende persönliche oder familiäre Notlagen sowie sonstige Umstände, aufgrund derer dem Anbieter die höchstpersönliche Leistungserbringung nach Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht zugemutet werden kann, oder vergleichbare Situationen. Der Anbieter informiert den Kunden hierüber unverzüglich und bietet nach Möglichkeit Ersatztermine an. Ein Anspruch des Kunden auf Ersatz von Reise-, Ausfall- oder sonstigen Kosten besteht in diesen Fällen nicht. Gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben unberührt.
k) Vom Kunden mit Zustimmung des Anbieters angefertigte Audio- oder Videoaufzeichnungen sowie vom Anbieter bereitgestellte Audio- und Videoaufnahmen, Arbeitsblätter, Handbücher, Übungen oder Präsentationen dürfen nicht in KI-Systeme, Transkriptions- oder Analysetools Dritter hochgeladen oder eingespeist werden.
l) Bei Kauf auf Rechnung ist der Rechnungsbetrag vom Kunden innerhalb von 7 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug durch Zahlung auf das Bankkonto des Anbieters zu begleichen, sofern nichts anderes vereinbart ist.
m) Der Anbieter ist berechtigt, bei Zahlungsverzug Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie weitere durch das Gesetz bestimmte Folgen und Kosten bei den säumigen Kunden geltend zu machen. Die Verpflichtung des Kunden zur Zahlung von Verzugszinsen schließt die Geltendmachung weiterer Verzugsschäden durch den Anbieter nicht aus. Zu den Verzugsschäden gehören Kosten der Rechtsdurchsetzung, wie z. B. Kosten für Rechtsberatung, Mahnverfahren oder Inkasso.
n) Gerät der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, die Erbringung weiterer Leistungen bis zum Ausgleich des Rückstands zu verweigern. Nach fruchtlosem Ablauf einer angemessenen Nachfrist ist der Anbieter berechtigt, von einem noch nicht begonnenen Vertrag zurückzutreten bzw. ein bereits begonnenes Dienstleistungsverhältnis aus wichtigem Grund zu kündigen. Bereits erbrachte Leistungen sind vom Kunden anteilig zu vergüten.
8. Coaching-Dienstleistungen
a) „Coaching-Dienstleistungen“ im Sinne dieser AGB sind personenbezogene, prozessbegleitende Unterstützungsleistungen, die der Anbieter gegenüber dem Kunden online, telefonisch oder vor Ort erbringt. Coaching dient der Reflexion, Zielklärung und der persönlichen bzw. beruflichen Entwicklung des Kunden. Die Regelungen dieses Abschnitts gelten ergänzend zu den allgemeinen Bestimmungen über Dienstleistungen. Im Fall von Widersprüchen gehen die coaching-spezifischen Regelungen vor.
b) Der konkrete Gegenstand und Umfang des Coachings, insbesondere die Anzahl und Dauer der Sitzungen, die Formate (z. B. Einzelcoaching, Gruppencoaching) sowie die thematischen Schwerpunkte ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung, dem Angebot oder der individuellen Vereinbarung. Coaching ist ein ziel- und lösungsorientierter Entwicklungsprozess und umfasst je nach Anlass und Thema Gespräche, Übungen und Reflexionsaufgaben.
c) Coaching ersetzt keine ärztliche, psychologische, psychotherapeutische oder sonstige heilkundliche Behandlung und ist nicht zur Diagnose oder Behandlung von körperlichen oder psychischen Erkrankungen bestimmt. Der Anbieter stellt keine Diagnosen, führt keine Heilkunde aus und behandelt keine Krankheiten. Coaching beinhaltet zudem keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung. Der Kunde ist verpflichtet, für entsprechende Fragestellungen eigenständig geeignete Fachpersonen zu konsultieren.
d) Coaching ist ein interaktiver Prozess, dessen Verlauf und Wirkung wesentlich von der aktiven Mitwirkung und Offenheit des Kunden abhängen. Der Anbieter unterstützt den Kunden prozessorientiert, während Entscheidungen, Handlungen und die Umsetzung der Coaching-Inhalte ausschließlich in der Verantwortung des Kunden liegen. Empfehlungen oder Impulse des Anbieters stellen keine verbindlichen Handlungsanweisungen dar.
e) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für das Erreichen bestimmter Ergebnisse, Fortschritte oder Entwicklungen im Rahmen des Coachings. Der Erfolg des Coachings hängt maßgeblich von der Eigenverantwortung, Motivation und Umsetzung des Kunden ab. Der Kunde bleibt für seine persönliche, berufliche und wirtschaftliche Entwicklung eigenständig verantwortlich.
f) Coaching kann online, telefonisch oder vor Ort erfolgen. Der genaue Durchführungsmodus wird zwischen den Parteien abgestimmt oder vom Anbieter nach sachgerechten Kriterien festgelegt. Der Anbieter kann eingesetzte Methoden, Abläufe, Inhalte oder Tools nach fachlichem Ermessen anpassen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist. Bei Online-Formaten ist der Kunde für eine stabile Verbindung und geeignete technische Ausstattung verantwortlich.
g) Vereinbarte einzelne Coachingtermine innerhalb eines laufenden Coaching-Prozesses sind verbindlich. Absagen durch den Kunden müssen in Schrift- oder Textform erfolgen. Absagen bis 24 Stunden vor dem Termin sind kostenfrei möglich, der Termin wird neu vereinbart. Bei späteren Absagen oder Nichterscheinen kann der vollständige Terminpreis berechnet werden, sofern der Kunde den Ausfall zu vertreten hat und der Termin nicht anderweitig in angemessener Weise vergeben werden konnte. Diese Regelung betrifft ausschließlich die Verschiebung einzelner Termine innerhalb eines bestehenden Coaching-Vertrags; für die Stornierung der Coaching-Buchung als Ganzes gilt § 10. Bei Krankheit oder höherer Gewalt auf Seiten des Anbieters wird ein Ersatztermin angeboten. Zwingende gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben unberührt.
h) Der Anbieter behandelt alle im Rahmen des Coachings erhaltenen Informationen vertraulich, sofern keine gesetzlichen Offenlegungspflichten bestehen. Inhalte aus Coaching-Sitzungen dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung der jeweils anderen Partei nicht an Dritte weitergegeben werden. Dies gilt auch für Gruppenformate, in denen alle Teilnehmer zur Wahrung der Vertraulichkeit verpflichtet sind.
i) Audio- oder Videoaufzeichnungen durch den Kunden sind nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Anbieters zulässig. Der Anbieter fertigt Aufzeichnungen nur dann an, wenn dies vereinbart wurde und datenschutzrechtlich zulässig ist. Interne Notizen oder Dokumentationen des Anbieters dienen ausschließlich der Prozessbegleitung und werden nicht herausgegeben, sofern nichts anderes vereinbart ist oder gesetzlich zwingend vorgeschrieben.
j) Bei Präsenz-Coachings gelten die jeweiligen Hausordnungen und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheits- oder Nutzungsregelungen des Veranstaltungsortes. Der Kunde verpflichtet sich, die Anweisungen des Anbieters oder des Personals vor Ort zu befolgen, soweit diese für eine sichere und ordnungsgemäße Durchführung des Coachings erforderlich sind.
k) Der Anbieter ist berechtigt, Kunden nach vorheriger Ansprache vom Coaching auszuschließen, wenn diese durch ihr Verhalten den Ablauf erheblich stören, gegen Verhaltensregeln verstoßen oder eine weitere Zusammenarbeit unzumutbar wird; bei besonders schwerwiegenden Verstößen ist eine vorherige Ansprache entbehrlich. In diesem Fall wird die betreffende Sitzung nicht zurückerstattet, es sei denn, der Kunde weist nach, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Ansprüche des Kunden bestehen nur hinsichtlich bereits bezahlter, noch nicht erbrachter Leistungen; weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen. Unbeschadet dessen bleibt dem Anbieter das Recht zur außerordentlichen Kündigung vorbehalten.
l) Coaching-Pakete und vereinbarte Terminkontingente sind innerhalb der jeweils festgelegten Laufzeit zu nutzen. Nicht in Anspruch genommene Termine verfallen nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit, sofern nichts Abweichendes vereinbart wurde. Eine Verlängerung oder Verschiebung der Laufzeit bedarf einer gesonderten Vereinbarung zwischen den Parteien.
m) Der Anbieter ist berechtigt, Termine anzupassen oder den Modus der Durchführung zu ändern, soweit dies für den Kunden zumutbar ist. Wesentliche Änderungen des Leistungsumfangs bedürfen der vorherigen Abstimmung und Zustimmung beider Parteien.
9. Seminar-Dienstleistungen
a) „Seminar-Dienstleistungen“, nachfolgend als „Seminare“ bezeichnet, im Sinne dieser AGB sind Informations-Veranstaltungen, Schulungen, Seminare, Retreats oder Ausbildungen, die der Anbieter online oder vor Ort erbringt. Die vom Kunden zu zahlende Vergütung für die Teilnahme wird nachfolgend als „Seminarbeitrag“ bezeichnet. Die Regelungen dieses Abschnitts gelten ergänzend zu den allgemeinen Bestimmungen über Dienstleistungen. Im Fall von Widersprüchen gehen die seminar-spezifischen Regelungen vor.
b) Die Seminare ersetzen keine ärztliche, psychologische, psychotherapeutische oder sonstige heilkundliche Behandlung und sind nicht zur Diagnose oder Behandlung von körperlichen oder psychischen Erkrankungen bestimmt. Der Anbieter stellt keine Diagnosen, führt keine Heilkunde aus und behandelt keine Krankheiten. Seminare beinhalten zudem keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung. Der Kunde ist verpflichtet, für entsprechende Fragestellungen eigenständig geeignete Fachpersonen zu konsultieren.
c) Seminare sind ein interaktiver Prozess, dessen Verlauf und Wirkung wesentlich von der aktiven Mitwirkung und Offenheit des Kunden abhängen. Der Anbieter unterstützt den Kunden prozessorientiert, während Entscheidungen, Handlungen und die Umsetzung der Seminar-Inhalte ausschließlich in der Verantwortung des Kunden liegen. Empfehlungen oder Impulse des Anbieters stellen keine verbindlichen Handlungsanweisungen dar.
d) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für das Erreichen bestimmter Ergebnisse, Fortschritte oder Entwicklungen im Rahmen der Seminare. Der Erfolg eines Seminars hängt maßgeblich von der Eigenverantwortung, Motivation und Umsetzung des Kunden ab. Der Kunde bleibt für seine persönliche, berufliche und wirtschaftliche Entwicklung eigenständig verantwortlich.
e) Seminare können online oder vor Ort erfolgen. Der Anbieter kann eingesetzte Methoden, Abläufe, Inhalte oder Tools nach fachlichem Ermessen anpassen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist. Bei Online-Formaten ist der Kunde für eine stabile Verbindung und geeignete technische Ausstattung verantwortlich.
f) Der Anbieter und die von ihm eingesetzten Team-Mitglieder behandeln alle im Rahmen der Seminare erhaltenen persönlichen Informationen der Teilnehmer vertraulich, sofern keine gesetzlichen Offenlegungspflichten bestehen. Der Anbieter verpflichtet sein Team entsprechend zur Vertraulichkeit.
g) Die Teilnehmer verpflichten sich, persönliche Informationen und Inhalte, die andere Teilnehmer oder Team-Mitglieder während des Seminars in Übungen, Gesprächen oder sonstigen Beiträgen preisgeben, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben, sofern keine gesetzlichen Offenlegungspflichten bestehen.
h) Die Kunden werden gebeten, während der Veranstaltung auf die Bewerbung oder den Verkauf eigener Dienstleistungen oder Produkte zu verzichten, damit sich der Fokus ganz auf die gemeinsame Arbeit richten kann.
i) Audio- oder Videoaufzeichnungen sowie Fotos durch den Kunden sind nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Anbieters zulässig.
j) Während der Veranstaltung können ggf. Foto- oder Videoaufnahmen durch den Anbieter zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Website, Social Media, Printmaterialien) oder zu internen Schulungs- und Ausbildungszwecken entstehen. Sofern der Anbieter solche Aufnahmen anfertigen möchte, holt er hierfür vorab die gesonderte Einwilligung der jeweils abgebildeten Person gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO ein. Eine Nutzung ohne diese Einwilligung erfolgt nicht.
k) Interne Notizen oder Dokumentationen des Anbieters dienen ausschließlich der Prozessbegleitung und werden nicht herausgegeben, sofern nichts anderes vereinbart ist oder gesetzlich zwingend vorgeschrieben.
l) Bei Präsenz-Seminaren gelten die jeweiligen Hausordnungen und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheits- oder Nutzungsregelungen des Veranstaltungsortes. Der Kunde verpflichtet sich, die Anweisungen des Anbieters oder des Personals vor Ort zu befolgen, soweit diese für eine sichere und ordnungsgemäße Durchführung des Seminars erforderlich sind.
m) Der Anbieter übt während der Seminare das Hausrecht aus und ist berechtigt, Kunden bei erheblicher Störung des Ablaufs, Verstößen gegen Verhaltensregeln oder wenn eine weitere Zusammenarbeit unzumutbar wird, nach vorheriger Ansprache vom Seminar sowie von künftigen Seminaren auszuschließen; bei besonders schwerwiegenden Verstößen ist eine vorherige Ansprache entbehrlich. In diesem Fall wird der Seminarbeitrag nicht zurückerstattet, es sei denn, der Kunde weist nach, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Ansprüche des Kunden bestehen nur hinsichtlich bereits bezahlter, noch nicht erbrachter Leistungen künftiger Seminare.
n) Der Anbieter ist berechtigt, Termine anzupassen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist.
o) Bei mehrtägigen Präsenz-Seminaren in Seminarhäusern oder Hotels ist grundsätzlich die gemeinsame Unterbringung und Verpflegung vor Ort vorgesehen; Abweichungen sind nach individueller Absprache mit dem Anbieter möglich. Für Unterkunft und Verpflegung ist der Kunde selbst verantwortlich, sofern in der Angebotsbeschreibung nichts anderes angegeben ist. Dabei kann eine Tagungspauschale des Veranstaltungsortes anfallen, die unabhängig von einer Übernachtung oder Teilnahme an den Mahlzeiten zu zahlen ist. Die Höhe wird, soweit dem Anbieter zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bekannt, in der Angebotsbeschreibung angegeben. Zahlung und Fälligkeit der Tagungspauschale erfolgen direkt zwischen Kunde und Seminarhaus bzw. Hotel nach dessen Bedingungen; der Anbieter ist hieran nicht beteiligt. Steht die Höhe der Tagungspauschale zum Zeitpunkt der Veranstaltungsausschreibung noch nicht endgültig fest, weist der Anbieter in der Angebotsbeschreibung einen voraussichtlichen Betrag aus und informiert den Teilnehmer rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn über die endgültige Höhe. Sollte sich die tatsächliche Tagungspauschale um mehr als 12 % gegenüber dem hier genannten voraussichtlichen Betrag erhöhen, kann der Teilnehmer die Buchung innerhalb von zwei Wochen nach Mitteilung der endgültigen Pauschale kostenfrei stornieren.
p) Der Anbieter behält sich vor, ein Seminar bei Nichterreichen einer für die Durchführung erforderlichen Mindestteilnehmerzahl abzusagen. Die Absage erfolgt bei Präsenz-Seminaren spätestens 30 Tage, bei Online-Seminaren spätestens 14 Tage vor dem geplanten Veranstaltungsbeginn. Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall vollständig erstattet. Weitergehende Ansprüche des Kunden, insbesondere auf Ersatz von Reise- oder sonstigen Aufwendungen, bestehen nicht, es sei denn, den Anbieter trifft ein Verschulden.
10. Stornierungsbedingungen für Dienstleistungen inklusive Coachings
a) Der Kunde kann eine gebuchte Dienstleistung vor Leistungsbeginn stornieren. Die Stornierung muss in Textform erfolgen, beispielsweise per E-Mail. Maßgeblich für die Berechnung eventuell anfallender Stornokosten ist der Zeitpunkt des Zugangs der Stornierung beim Anbieter. Gesetzliche Widerrufsrechte bleiben unberührt.
b) Die Stornierungsbestimmungen berühren nicht die gesetzlichen Rechte von Kunden, die Verbraucher sind, vom Vertrag zurückzutreten, ihn zu widerrufen oder anderweitig zu beenden. Gesetzlich zwingende Rechte der Verbraucher bleiben von den Stornierungsbestimmungen unberührt.
c) Sofern die Parteien keine abweichenden Vereinbarungen treffen, gelten sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmer folgende Stornierungsregelungen, wobei dem Verbraucher der Nachweis vorbehalten bleibt, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist:
- i. Stornierungen bis 14 Tage vor dem vereinbarten Leistungsbeginn sind kostenfrei.
- ii. Bei Stornierungen zwischen 13 und 7 Tagen vor Leistungsbeginn wird eine pauschale Entschädigung in Höhe von 30 % der vereinbarten Vergütung berechnet.
- iii. Bei Stornierungen weniger als 7 Tage vor Leistungsbeginn oder bei Nichtantritt beträgt die pauschale Entschädigung 60 % der vereinbarten Vergütung.
Die vorgenannten Pauschalen berücksichtigen insbesondere den Umstand, dass der für den Verbraucher reservierte Termin in der Regel kurzfristig nicht anderweitig vergeben werden kann und dadurch ein Verdienstausfall entsteht. Dies geschieht, weil die reservierte Zeit nicht anderweitig genutzt werden konnte, vorbereitungs- oder materialbedingte Auslagen entstanden sind oder Fremdleistungen bereits beauftragt wurden. Zusätzlich zu den genannten Pauschalen kann ein darüber hinausgehender Schaden geltend gemacht werden, wenn dieser entstanden ist und vom Anbieter nachgewiesen wird. Die Stornierungsregelungen berühren nicht die gesetzlichen Widerrufs-, Rücktritts- oder sonstigen Rechte des Verbrauchers, sich vom Vertrag zu lösen.
d) Erfolgt eine Stornierung zu einem Zeitpunkt, zu dem der Anbieter bereits mit der Erbringung der Dienstleistung begonnen hat, schuldet der Kunde die anteilige Vergütung für bereits erbrachte Leistungen sowie den Ersatz nachweisbarer Auslagen, soweit diese im Zusammenhang mit der Leistungserbringung entstanden und nicht anderweitig vermeidbar waren. Bei pauschal vereinbarten Vergütungen erfolgt die Berechnung nach dem Verhältnis zwischen dem bereits erbrachten Leistungsumfang und dem vertraglich vereinbarten Gesamtumfang.
e) Ein kostenfreier Storno ist möglich, wenn unvorhersehbare, schwerwiegende Umstände eintreten, die eine Teilnahme für den Kunden nachweislich unzumutbar machen. Dies gilt auch für gut begründete Ausnahmefälle im engsten Familienkreis des Kunden, wenn die Situation dessen kurzfristige persönliche Anwesenheit zwingend erfordert. Als solche Umstände kommen insbesondere medizinische Notfälle mit stationärer oder intensivmedizinischer Behandlung, schwere Unfallverletzungen oder Todesfälle sowie erhebliche Sachschäden durch Feuer, Naturereignisse oder Verkehrsunfälle am Veranstaltungstag in Betracht. Für die Anerkennung eines kostenfreien Stornos ist ein geeigneter Nachweis vorzulegen, sobald dies dem Kunden nach den Umständen zumutbar ist – spätestens jedoch 14 Tage nach Wegfall des Hindernisses, das die rechtzeitige Vorlage verhindert hat.
11. Stornierungsbedingungen für Seminare
a) Der Kunde kann ein gebuchtes Seminar vor Leistungsbeginn stornieren. Die Stornierung muss in Textform erfolgen, beispielsweise per E-Mail. Maßgeblich für die Berechnung eventuell anfallender Stornokosten ist der Zeitpunkt des Zugangs der Stornierung beim Anbieter. Gesetzliche Widerrufsrechte bleiben unberührt.
b) Die Stornierungsbestimmungen berühren nicht die gesetzlichen Rechte von Kunden, die Verbraucher sind, vom Vertrag zurückzutreten, ihn zu widerrufen oder anderweitig zu beenden. Gesetzlich zwingende Rechte der Verbraucher bleiben von den Stornierungsbestimmungen unberührt.
c) Sofern die Parteien keine abweichenden Vereinbarungen treffen, gelten sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmer folgende Stornierungsregelungen:
- i. Bei Stornierungen bis 30 Tage vor Beginn des Seminars wird eine pauschale Entschädigung in Höhe von 20 % des Seminarbeitrags berechnet, mindestens 49 €, höchstens 100 € bzw. der vereinbarte Seminarbeitrag, falls dieser niedriger ist.
- ii. Bei Stornierungen zwischen 29 und 14 Tagen vor Beginn des Seminars wird eine pauschale Entschädigung in Höhe von 50 % des Seminarbeitrags berechnet, mindestens 49 €, höchstens jedoch der vereinbarte Seminarbeitrag.
- iii. Bei Stornierungen zwischen 13 und 5 Tagen vor Beginn des Seminars wird eine pauschale Entschädigung in Höhe von 90 % des Seminarbeitrags berechnet, mindestens 49 €, höchstens jedoch der vereinbarte Seminarbeitrag.
- iv. Bei Stornierungen weniger als 5 Tage vor Beginn des Seminars oder bei Nichtantritt werden 100 % des vereinbarten Seminarbeitrags berechnet.
Die vorgenannten Pauschalen berücksichtigen insbesondere den Umstand, dass der für den Verbraucher reservierte Seminarplatz in der Regel nicht anderweitig vergeben werden kann und dadurch ein Verdienstausfall entsteht. Dem Verbraucher bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Die Stornierungsregelungen berühren nicht die gesetzlichen Widerrufs-, Rücktritts- oder sonstigen Rechte des Verbrauchers, sich vom Vertrag zu lösen.
12. Widerrufsbelehrung
a) Die Informationen zum Widerrufsrecht für Verbraucher ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung des Anbieters. Die Kunden werden hierzu entsprechend den gesetzlichen Vorgaben informiert.
b) Die Regelungen dieser AGB schränken die gesetzlichen Widerrufs-, Rücktritts-, Kündigungs-, Gewährleistungs- und Mängelrechte sowie sonstige zwingende Rechte des Kunden sowie seine diesbezüglichen Zahlungs- und sonstigen Ansprüche nicht ein und gelten gegenüber diesen nachrangig.
c) Kunden können die Widerrufsbelehrung des Anbieters unter der folgenden Internetadresse aufrufen: https://ralfheske.com/widerrufsbelehrung
13. Datenschutz und Vertraulichkeit
a) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Einklang mit den geltenden Datenschutzgesetzen. Einzelheiten zur Datenverarbeitung sowie zu den Rechten der betroffenen Personen ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.
14. Haftung
a) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters beruhen.
b) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung des Anbieters auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
c) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.
d) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie für die Übernahme einer Garantie.
15. Rechtswahl
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
16. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.